Leben mit IgG4-RD

Das Leben mit IgG4-RD kann eine Herausforderung sein. Denn die Erkrankung ist chronisch, das heißt, sie kann nicht vollständig geheilt werden, muss regelmäßig ärztlich kontrolliert werden und begleitet Betroffene oft ihr Leben lang. Die Erkrankung verläuft bei jeder und jedem unterschiedlich. Manche Menschen haben nur geringe oder gut behandelbare Beschwerden, andere erleben stärkere Einschränkungen. 
Eine seltene Erkrankung
Wichtig ist, dass Sie sich medizinisch gut begleitet fühlen und aktiv an der Behandlung Ihrer Erkrankung mitwirken.
IgG4-RD ist eine Erkrankung, die meist eine längerfristige medizinische Begleitung erfordert. Auch wenn Sie sich zeitweise beschwerdefrei fühlen, ist es wichtig, regelmäßige Kontrolluntersuchungen wahrzunehmen. Je nach betroffenen Organen können dies beispielsweise bildgebende Verfahren oder auch Gewebeproben (Biopsien) sein. Nur so können mögliche Veränderungen frühzeitig erkannt und die Behandlungsschritte angepasst werden.
Lassen Sie vereinbarte Kontrolltermine nicht aus – auch wenn Sie gerade keine Beschwerden haben. Diese Termine sind wichtig, um den Krankheitsverlauf im Blick zu behalten und Rückfälle, also erneute Krankheitsschübe, frühzeitig zu erkennen und zu behandeln.
Lassen Sie

Achten Sie auf sich!

Die Erkrankung belastet nicht nur den Körper, sondern auch die Psyche. Gehen Sie achtsam mit sich selbst um und hören Sie auf Ihren Körper. Ausreichender Schlaf, eine gesunde Ernährung, regelmäßige Bewegung und bewusste Entspannung unterstützen Ihr Immunsystem und stärken Ihr seelisches Gleichgewicht. Bei der Bewältigung Ihrer Erkrankung kann auch psychologische Beratung helfen, besonders, wenn Sorgen oder Ängste überhandnehmen.
Auch wenn bisher keine Studien belegen, dass Rauchen direkt zur Entstehung einer IgG4-RD beiträgt, ist ein Rauchstopp sinnvoll. Damit lassen sich zusätzliche Entzündungen vermeiden und – besonders bei Beteiligung der Lunge – die Funktion der betroffenen Organe besser erhalten.
  • Referenzen
    1. Khosroshahi A et al. Arthritis Rheumatol 2015; 67(7):1688-1699.
    2. Yu K et al. Rheumatol Adv Pract 2024; 9(1):rkae148.
    3. Wallwork R et al. Rheumatology (Oxford) 2021; 60(11):5310-5317.